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Zwangsarbeit, ein Thema das man heute nicht nur in Merzig gerne verschweigt. Das Beispiel Völklingen ist besonders krass. Hier verehrt man auch heute noch den Kriegsverbrecher Hermann Röchling als Wohltäter. Die Parteien die sich gerne tolerant und weltoffen geben, die nicht müde werden ihr demokratisches Verhalten zu betonen, weigern sich auch weiterhin die Hermann Röchling Höhe umzubennennen.

Es gibt viele Arten die Opfer erneut zu demütigen, ich kenne das nur zu gut hier aus Merzig. Man bezeichnet wie auf dem Ehrenfriedhof Perl-Besch die ermordeten Zwangsarbeiter als Kriegstote und suggeriert so, als ob die Menschen freiwillig gekommen wären um für die Nationalsozialisten zu arbeiten und durch die allierten Kriegshandlungen gestorben sind .

 

      

 Fotos: Bernd Schirra privat

 

In Merzig gab es im Kammerforst ein Lager für Zwangsarbeiter. Man hat dort auch russische Frauen mit ihren Kleinkindern hin verschleppt. Mindestens 4 Kinder sind in diesem Lager gestorben. Villeroy & Boch hatte auf dem Firmengelände eigen Zwangsarbeiter Lager. Die Familie von Boch selbst profitierte privat von den Sklavenarbeiterm aus dem Osten. Selbst ein 13 jähriges polnisches Kind befand sich unter ihren Bediensteten. Da Frau von Boch "guten Kontakt  zu den Behörden" hatte , durften ihre privaten Ostarbeiterinnen auch schon mal "ohne Ostabzeichen" ausgehen.

Auch auf dem Hofgut Linslerhof das der Familie von Boch gehört, waren ab 1941 polnische und russische Zwangsarbeiter interniert.

Quelle: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und Verfolgung  1933-1945

 

Wenn gleich die Zustände bei Villeroy&Boch nicht mit denen bei Röchling vergleichbar sind, so wurden auch dort Zwangsarbeiter bei kleinen Vergehen der Gestapo übergeben. Was letztlich den sicheren Tod bedeutete. Die Zwangsarbeiter wurden in das KZ Natzweiler gebracht und ermordet. Man hat der Gestapo die Schmutzarbeit überlassen.

Ausgeliefert wurden

Iwan Jewtejew

Iwan Bantschukow

Wasilij Tjunjagin

Katharina Rosmyna

Quelle: Landesarchiv Saarbrücken

Anmerkung: Alle meine Versuche, eine Gedenktafel um an die Zwangsarbeiter im Kammerforst zu erinnern aufzustellen, sind gescheitert. Man will scheinbar die Besucher des Wolfszirkus nicht mit diesen Dingen belasten.

 

Hermann Röchling

 

Seit vielen Jahren bemüht sich eine Bürgerinitiative in Völklingen um die Umbennung des Stadtteil " Hermann Röchling Höhe".

Es ist unglaublich das auch heute noch ein Kriegsverbrecher wie Hermann Röchling auf diese Weise geehrt wird. Es ist eine fortdauernde Demütigung der Zwangsarbeiter, der Frauen und Kinder die auf oft grausame Weise ihr Leben verloren haben.

Für mich ist es vollkommen unverständlich, dass die verantwortlichen Politiker in Völklingen an Hermann Röchling festhalten.

Haben diese Politiker kein Wissen von der unmenschlichen Behandlung der Zwangsarbeiter?

Haben diese Politiker kein Wissen von der menschenverachtenden Einstellung des Hermann Röchling gegenüber den Arbeitssklaven?

 

Eines haben diese Politiker offensichtlich nicht

Ein Gewissen

 

Bei einer Tagung am 9.1.1943 schlug Röchling eine Anlernwerkstatt für junge Ostarbeiter vor. Wieviele Kinder hier zu "Facharbeitern" ausgebildet wurden, ist unbekannt. In der langen Liste junger Zwangsarbeiter, die in der Hütte ums Leben kamen, ist Wladimir Romanow der jüngste. Er starb im Alter von 12 Jahren am 17.5.1943

 

Quelle: Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und Verfolgung  1933-1945

 

 

 

 

 

 

Q

 

                                                                                                 Quelle: Saarländische Volks  Zeitung  1947+ 1949

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

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